Das Problem, das wir lösen
Millionen Tonnen Klärschlamm, Gärreste und industrielle organische Abfälle landen jährlich auf Deponien und verursachen Kosten sowie ein wachsendes regulatorisches Risiko. Gleichzeitig verlieren Ackerböden organische Substanz und werden abhängig von synthetischen Düngemitteln, die zwar Nährstoffe liefern, aber weder die Bodenstruktur aufbauen noch ihre Wasserretention und langfristige Fruchtbarkeit verbessern.
Unsere Lösung
Ein Einreaktor-Prozess, der organische Schlämme in ein stabiles, granuliertes Produkt umwandelt, das reich an NPK + Mg + S und steriler organischer Substanz ist. Der Prozess benötigt keine externe Beheizung, was die Produktionskosten und den CO2-Fußabdruck deutlich senkt.
So funktioniert der Prozess
Substrataufbereitung
Der organische Schlamm wird auf Zusammensetzung, Feuchtigkeit, Bakterienflora und Schwermetalle untersucht. Überschreiten Schwermetalle sichere Grenzwerte, werden sie vor Prozessbeginn ausgefällt.
Magnesit-Beimischung
Gebrannter Magnesit (MgO-Gehalt 50–100 %, Korngröße < 1 mm) wird zugegeben und 15–30 Minuten eingemischt, wodurch eine reaktive Mineralmatrix entsteht. Es ist die Magnesiumquelle, die den pH-Wert puffert und das Produkt mit MgO anreichert.
Saure Mineralisierung
Phosphorsäure (50–90 %) und festes Kaliumhydroxid werden unter kontrollierter Kühlung zugegeben. Die stark exotherme Reaktion erhöht die Temperatur von selbst, ohne externe Beheizung.
Aufkonzentrierung mit Schwefelsäure
Schwefelsäure (70–100 %) wird schrittweise dosiert. Die Temperatur erreicht ihr Maximum unter 145 °C, hygienisiert das Produkt vollständig und verdampft überschüssiges Wasser. Der Dampf wird in einem geschlossenen Kühlkreislauf kondensiert.
pH-Korrektur
Das abgekühlte Produkt (< 40 °C) wird geprüft. Liegt der pH-Wert zwischen 4,0 und 8,0, wird der Prozess fortgesetzt. Unter 4,0 werden Mikrodosen Magnesit zugegeben, bis der Zielbereich erreicht ist.
Anreicherung mit Harnstoff
Harnstoff (5–30 %) mit Urease-Inhibitor wird eingemischt. Der Inhibitor verringert Stickstoffverluste und hält den Amidstickstoff in einer für Pflanzen verfügbaren Form. Das Endprodukt wird homogenisiert und für die Granulierung vorbereitet.
Produktzusammensetzung nach Substrat
| Substrat | Organische Substanz | N (Amid) | P2O5 | K2O | MgO | SO3 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kommunaler Klärschlamm | 41,7% | 1,0% | 1,3% | 2,6% | 26,0% | 14,3% |
| Kompost | 22,5% | 2,6% | 3,6% | 7,2% | 12,0% | 23,9% |
| Gärrest | 42,2% | 1,3% | 1,5% | 2,9% | 23,7% | 18,8% |
| Brauereiabfälle | 38,9% | 1,8% | 0,8% | 1,6% | 25,0% | 21,7% |
| Abfälle der Weinindustrie | 38,1% | 2,3% | 0,8% | 1,7% | 26,0% | 21,0% |
| Bodensedimente | 42,4% | 1,8% | 2,1% | 4,1% | 22,4% | 27,2% |
Werte in Gew.-% des Endprodukts. An sechs Substrattypen im Pilotmaßstab validiert.
Hauptvorteile
Keine externe Beheizung
Exotherme Reaktionen erzeugen die gesamte Prozesswärme intern und senken Kosten und CO2-Fußabdruck erheblich.
Rohstoffflexibilität
Verarbeitet Klärschlamm, Kompost, Gärreste, Brauerei-, Weinkellerei-Abfälle und Bodensedimente.
Vollständige Hygienisierung
Anhaltende Temperaturen bis 145 °C eliminieren Krankheitserreger und bakterielle Kontamination.
Ausgewogene Nährstoffe
Volles Spektrum von NPK + Mg + S zusammen mit organischer Substanz, die Humus aufbaut und die Wasserhaltefähigkeit des Bodens verbessert.
Geschlossener Emissionskreislauf
Der gesamte Dampf wird kondensiert, die Säureaerosole aufgefangen. Der Prozess erfüllt strenge Umweltstandards.
Skalierbare Produktion
Trockener, granulierter organisch-mineralischer Dünger, gut auf das Bodenprofil abgestimmt und reich an essenziellen Nährstoffen.
Für wen ist diese Technologie?
- Betreiber von Kläranlagen und Wasserwerken
- Kommunale Kläranlagen, die neue Verwendungsmöglichkeiten für Klärschlamm suchen
- Brauereien, Destillerien und Weinkellereien, die Nebenprodukte in Einnahmen umwandeln
- Landwirtschaftliche Genossenschaften mit Bedarf an lokal produziertem, bodenanreicherndem Dünger
- Investoren in grüne Technologien mit Interesse an Kreislaufwirtschaftsprojekten
Technologische Reife
Technologie im Pilotmaßstab validiert mit vollständiger chemischer Charakterisierung. Zum internationalen Patent angemeldet.
Wir bieten Lizenzen für den Einsatz der Düngertechnologie sowie gemeinsame Entwicklungsvereinbarungen. Wir unterstützen Partner bei der Anpassung des Verfahrens an lokale Abfallströme und regulatorische Anforderungen.